Blinddarmreizung

Schmerzen im rechten Unterbauch sind typisch für eine Blinddarmreizung. Bei der Reizung handelt es sich um eine Vorstufe der Entzündung, die nicht immer in eine Blinddarmentzündung münden muss. Doch auch ein gereizter Blinddarm kann Schmerzen verursachen. Die Beschwerden sind allerdings nicht immer eindeutig, sodass die Diagnose manchmal recht schwierig ist. Zu den typischen Symptomen einer Reizung gehören Schmerzen im Bauchraum. Meist beginnen diese rund um den Bauchnabel, können sich aber auch in der Magengegend ausbreiten. Wird die Bauchdecke berührt, zieht sich die Muskulatur zusammen und die Schmerzen verstärken sich. Oftmals treten gleichzeitig Appetitlosigkeit, Erbrechen und Fieber auf.


Blinddarmreizung: eine schwierige Diagnose

Probleme mit dem Blinddarm treten häufig im Kindesalter auf. Doch auch Erwachsene sind nicht vor Blinddarmbeschwerden gefeit. Ein erster Hinweis sind Schmerzen im Bauch. Während Erwachsene eher lokalisieren können, wo genau es wehtut, ist das bei kleinen Kindern schwieriger. Manchmal treten die Schmerzen rund um den Bereich des Nabels auf, bei manchen Kindern schmerzt die gesamte rechte Seite. Häufig bekommen die Kinder Fieber und müssen erbrechen. Nicht immer wird die Bauchdecke hart, sodass dieses typische Indiz für Probleme mit dem Blinddarm manchmal gar nicht auftritt. Um die Schmerzen im Bauchraum zu umgehen und die Partie zu entspannen, ziehen Kinder häufig automatisch die Beine im Liegen an. Auch bei Erwachsenen ist dies zu beobachten. Um festzustellen, ob der Blinddarm die Ursache für die Schmerzen ist, wird der Arzt bestimmte Druckpunkte abtasten. Zudem wird er eine Blutabnahme und eine Ultraschallaufnahme anordnen.


Da die Symptome bei einer Reizung des Blinddarms denen vieler anderer Krankheiten ähneln, ist es nicht immer leicht, auf Anhieb die richtige Diagnose zu stellen. Laborwerte und die Auswertung des Ultraschalls unterstützen den Arzt dabei. Auch die Anamnese ist wichtig. Denn bei Kindern spielt der Blinddarm bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle. Hatte das Kind beispielsweise vor Kurzem Durchfall, befinden sich noch immer schädliche Bakterien im Darm. Die Lymphknoten im Bereich des Wurmfortsatzes reagieren darauf. Durch diese Abwehrreaktion schwellen die Schleimhäute an, werden empfindlicher und sondern Flüssigkeit ab. Das alles bereitet Schmerzen. Diese klingen zwar wieder ab, wenn die Schleimhäute abschwellen, dennoch ist es nicht leicht auf Anhieb zwischen einer Blinddarmreizung und einer Blinddarmentzündung zu unterscheiden. Zur Vorsicht werden die Patienten deshalb häufig ins Krankenhaus eingewiesen.

Diagnostische Abklärung ist bei Bauchschmerzen wichtig

Bei Schmerzen im Bauch empfiehlt sich eine diagnostische Abklärung. Nicht immer handelt es sich um eine Reizung oder Entzündung des Blinddarms. Manchmal ähneln die Symptome einer Eierstockentzündung, Blasenentzündung oder Nierensteinen. Auch bei der Divertikelkrankheit können Schmerzen im Bauchraum auftreten. Sind die Schmerzen nicht allzu stark und das Beschwerdebild unklar, kann der Patient nach dem Arztbesuch meist nochmals nach Hause gehen. Verschlimmern sich jedoch die Schmerzen, wird der Arzt dazu raten sofort ein Krankenhaus aufzusuchen, da es sich um einen akut entzündeten Blinddarm handeln kann. Dieser muss sofort operativ entfernt werden. Wird nicht gleich gehandelt, besteht die Gefahr des Durchbruchs. Bei einer Reizung des Blinddarms kann es jedoch genügen, zunächst Antibiotika einzusetzen. Dies wird der Arzt entscheiden. Stellen Sie bei sich Symptome fest, die auf eine Blinddarmreizung deuten, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.